Zukunft des Hebammenberufs

Wie Ihr wisst, muss jede Hebamme eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Im Laufe der Jahre wurde dieser Beitrag für Beleghebammen und Hebammen in der außerklinischen Geburtshilfe unverhältnismäßig erhöht. So haben bisher schon 15% der geburtshilflich tätigen Hebammen die Geburtshilfe aufgeben müssen, Tendenz steigend. Geburtshäuser, in denen Frauen und Familien wunderbare und selbstbestimmte Geburten erleben durften, mussten aus finanziellen Gründen schliessen. Für Euch Frauen bedeutet dies einen großen Eingriff in Eure Entscheidungsfreiheit, in Eure Wahlmöglichkeit – wo und mit wem Euer Kind geboren werden soll. Es gab schon viele Protestaktionen von Seiten der Frauen und Hebammen in allen Städten Deutschlands. Bisher mit wenig Erfolg. Unsere Bitte: Beteiligt Euch an den verschiedenen Protesten und informiert Euch, u.a. durch die Artikel, die wir hier verlinkt haben. Vielen Dank.

Spiegel Online, 25.06.2012: Schuften für die Haftpflicht
Süddeutsche Zeitung, 7.5.2012: Wenn der Beruf nicht mehr bezahlbar ist
ARD, tagesthemen, 5.5.2012: Gesundheitsminister will freiberuflichen Hebammen helfen
Mädchenmannschaft, 4.5.2012: Erdrückender Stillstand bei den Hebammen
Frankfurter Rundschau, 28.4.2012: Sie können sich Geburten nicht leisten
WDR, FrauTV, 23.4.2012: Wie ein Berufsstand verschwindet