Bundesregierung will Hebammen helfen

Bei einem Termin am 24. Oktober 2012, der auf Initiative des Vereins „Hebammen für Deutschland e.V.“ im Rahmen des Bürgerdialogs stattfand, wurde zwischen Bundeskanzleramt und Hebammenverbänden ein konkreter Fahrplan vereinbart, wie die bedrückende wirtschaftliche Situation der Hebammen einer Lösung zugeführt werden soll.

Unter Moderation von Ronald Pofalla, Chef des Bundeskanzleramts, verständigten sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Familiienministerin Kristina Schröder mit den  Hebammenverbänden auf die Einrichtung einer ministerienübergreifenden Arbeitsgruppe, die noch in diesem Jahr beginnen soll, grundlegende Vorschläge zu erarbeiten. Weiterlesen

Anhörung zum Patientenrechtegesetz: Hebammen nicht eingeladen

Am 22. Oktober letzten Jahres fand eine öffentliche Anhörung des Gesundheits- und des Justizausschusses des deutschen Bundestages zum Entwurf eines Patientenrechtegesetzes statt. Die Hebammenverbände waren hierzu nicht eingeladen und mussten die Anhörung ohne Rederecht von der Zuhörer-Tribüne verfolgen. Der BfHD bewertet diese Ausgrenzung als Affront: Wenn man schon der zweifelhaften Meinung ist, dass Schwangere „Patienten“ sind und Hebammen daher dem Patientenrechtegesetz unterfallen sollen, dann gibt es keinen vernünftigen Grund, Hebammen als Betroffene nicht anzuhören. Weiterlesen

Zukunft des Hebammenberufs

Wie Ihr wisst, muss jede Hebamme eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Im Laufe der Jahre wurde dieser Beitrag für Beleghebammen und Hebammen in der außerklinischen Geburtshilfe unverhältnismäßig erhöht. So haben bisher schon 15% der geburtshilflich tätigen Hebammen die Geburtshilfe aufgeben müssen, Tendenz steigend. Geburtshäuser, in denen Frauen und Familien wunderbare und selbstbestimmte Geburten erleben durften, mussten aus finanziellen Gründen schliessen. Für Euch Frauen bedeutet dies einen großen Eingriff in Eure Entscheidungsfreiheit, in Eure Wahlmöglichkeit – wo und mit wem Euer Kind geboren werden soll. Es gab schon viele Protestaktionen von Seiten der Frauen und Hebammen in allen Städten Deutschlands. Bisher mit wenig Erfolg. Unsere Bitte: Beteiligt Euch an den verschiedenen Protesten und informiert Euch, u.a. durch die Artikel, die wir hier verlinkt haben. Vielen Dank.

Spiegel Online, 25.06.2012: Schuften für die Haftpflicht
Süddeutsche Zeitung, 7.5.2012: Wenn der Beruf nicht mehr bezahlbar ist
ARD, tagesthemen, 5.5.2012: Gesundheitsminister will freiberuflichen Hebammen helfen
Mädchenmannschaft, 4.5.2012: Erdrückender Stillstand bei den Hebammen
Frankfurter Rundschau, 28.4.2012: Sie können sich Geburten nicht leisten
WDR, FrauTV, 23.4.2012: Wie ein Berufsstand verschwindet